Hermes Eduard beschreibt die Baustelle

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Hermes Eduard beschreibt die Baustelle

Beitragvon Volwo » Samstag 17. Januar 2009, 21:21

Eduard Hermes, Schlosser, geb 30.3.1900, Rentner, Wölfis (Datum geschwärzt)


in Stichworten:

Arbeitete bis Dez 44 bei Firma Rottland-Lindemann AG Köln/ Düren, Hoch- u Tiefbauten
(wurde während des Krieges zum bau von bunkern eingesetzt)

- musste sich am 5.1.45 in Muna Crawinkel melden

- Auftrag ins Jonastal, um neue Baustelle zu übernehmen, Baustelleneinrichtung kam aus Bad Wörrishofen mit Schmalspurbahn ins Tal-7.1. 1945 war Baubeginn

- insgesamt 30 Fachkräfte dieser Firma

- mussten Anfahrtswege instand setzen und Brücken bauen und Gleise für die Schmalspurbahn verlegen

-zu den 30 Leuten Stammpersonal gehörten 20 oder 25 Belgier, sog Fremdarbeiter die aber schon zur Firma gehörten, bevor Jonastal, wohnten auf Baustelle in Baracke und konnten Baustelle wie wir verlassen

-Juniorchef aus Köln war nur einmal auf Baustelle

- der Bauführer auf der Baustelle wurde in den Monaten mehrfach gewechselt

- ganzes Jonastal war von SS abgesperrt

– mussten immer Ausweis Organisation Todt vorzeigen

- auf der Baustelle durften nur in bestimmten bereich bewegen

- im Jonastal wurde bedrucktes Blatt vorgelegt, wo draufstand, was alles verboten war z. B. die Baustelle in Richtung Arnstadt verlassen

- Grund: unsere Baustelle war 1, am ersten großen Felsen links der Straße von Crawinkel nach Arnstadt, dann folgte Taleinschnitt und wieder ein großer Felsen, das war Baustelle 2, den Leuten von 1 war es verboten die 2 zu betreten.

Um beide Baustellen standen alle 50 m SS-Posten in schwarzen Uniformen, sie kamen manchmal mit Autos auf die Baustellen, eigenartig war dass keiner der Bauarbeiter jemals einen Bauplan des gesamten Bauvorhabens zu Gesicht bekommen hatte.

Der Bauführer erhielt lediglich von der schwarzen SS Teilpläne, welche die Größe einer Postkarte hatten.
Er musste dann immer den alten Plan abliefern und bekam dafür einen neuen.- Einmal wurde sogar ein General am Durchfahren gehindert, die SS ließ ihn nicht durch.

- Um den Stollenvortrieb zu beschleunigen, ließ die SS Bergleute aus dem Ruhrgebiet kommen.
Diese haben dann in den Stollen Vortriebssprengungen gemacht.

Quelle: BSTU

Ergänzung:
er war bei der Straßenbau AG., Niederlassung Weimar, beschäftigt): „Große Teile des Stollensystems waren bereits gekachelt und mit Fliesen ausgelegt … Ich kann nur so viel sagen, daß das Objekt unmittelbar vor der Einweihung gestanden haben muß“.

Quelle: : http://www.geocities.com/CapeCanaveral/1325/raetsel.txt
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Beitragvon Volwo » Samstag 17. Januar 2009, 21:35

Fortsetzung Befragung Hermes:
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