Kortunow - Beschreibung der unterird. Anlage im Jonastal

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Beitragvon Muchas Grazias » Samstag 30. Oktober 2010, 10:17

Es sind zwei quasi gleiche Baustellen, mit Portalen am Eingang, als Carport, Wache, Was auch immer. Also war ein Bereich wohl fürs OKH, und der Andere für Adi.

Stellt sich nur wieder die Frage: Wenn die Zeitzeugenaussage LKW-Fahrt ("Sind jetzt hinter den Stollen) eine unentdeckte Anlage aussagt, welchen Zweck hatte die lange 14?
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Beitragvon Neugier » Samstag 30. Oktober 2010, 11:41

Geplante Ausfahrt??????????????
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Beitragvon Silko » Samstag 30. Oktober 2010, 11:44

Von hin und her fahrenden LKW spricht auch der Häftling Schraga Golani in seinem Buch "Brennendes Leben":

Als ich Tunnel 3 erreichte, sah ich Wladek am Eingang stehen und Tee trinken. Ohne viel Umstände meinte er: "Folge mir, und du wirst Dinge sehen, über die nicht gesprochen wird!" Wir gingen den Tunnel entlang nach drinnen: Der Boden war glatt, schmale Gleise zogen sich die ganze Länge des Tunnels entlang, ebenso Elektrokabel und Rohre. Wladek erklärte mir, daß durch diese Rohre der Staub aus dem Stollen gesaugt und für Frischluft gesorgt werde. An verschiedenen Stellen tropfte Wasser von Decke und Wänden. Der Motorenlärm wurde langsam stärker und vor uns öffnete sich ein riesiger Raum, dessen Ausmaß ich nicht abschätzen konnte. Er war taghell beleuchtet, und man erkannte, daß verschiedene Maschinen gleichzeitig arbeiteten und sogar Lastwagen hin- und herfuhren, deren Ein- und Ausfahrt durch parallel errichtete Tunnel geordnet war. Ich war stark beeindruckt und wußte nicht, wohin ich zuerst schauen sollte. Ich fühlte, wie mich jemand am Ärmel zupfte und hörte, wie Wladek mir sagte: "Genug, wir gehen lieber weg von hier!" Wir drehten uns um und gingen wieder hinaus.
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Beitragvon Klaus » Samstag 30. Oktober 2010, 11:53

Ich denke es ist nicht ganz leicht solche Aussagen einer Bewertung zu unterziehen.
Ich sehe immer das bergmännische Vorgehen im Abbau usw.
Auch bei dieser Aussage wird von Schienen im Stollen gesprochen, und plötzlich in einem "großen Hohlraum" führend von LKW. Den Sinn in solcher Vorgehensweise erkenne ich dabei nicht.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
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Beitragvon Silko » Samstag 30. Oktober 2010, 12:15

Klaus, so wie ich es lesen, kamen die Schienen durch den "Tunnel 3" dort hinein. Die parallel liegenden Ein- und Ausfahrten von/in diesen Raum (was auch immer für eine Halle?) für die LKW haben m.E. nichts mit dem "Tunnel 3" zu tun.

War jetzt auch nur ein weiteres Beispiel für LKW-Verkehr. Aber Du hast schon recht. Eine solche Aussage zu bewerten ist tatsächlich nucht einfach, zumal nicht einmal 100%ig klar ist, von welcher Baustelle geredet wird.
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Beitragvon Klaus » Samstag 30. Oktober 2010, 12:36

Ich hatte mir erst vor einiger Zeit mal die Sammlung "schriftliche Zeitzeugen zu den Anlagen S III" aus der Sammlung der GTGJ durchgelesen.
Auch bei diesen Titel, gut daß es ihn gibt, gehen die Deutungen sehr auseinander.
Ich selbst glaube wenig daran hier auch noch weiterführende Archiv- unterlagen zu finden.
Der derzeitige Forschungsstand zu den Anlagen im Bereich Jonastal ist sehr gut und auch teilweise schriftlich belegt.

Es kommen ja immer in gewissen Abständen Themen neu auf und werden auch in diesen immer neu abgehandelt.
Zu erkennen ist auch, daß der Rückgriff auf immer die gleiche Literatur und Zeitzeugenzitaten darin beruht.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
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