Viel Lärm um nichts? Was geschah im März 1945 auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf? - vom 03.08.2005

Folgendes Feedback sendete uns Herr Rainer Karlsch als Nachbetrachtung zum gemeinsamen Treffen am 25.06.2005 nach dem "1. Ohrdrufer Gespräch" zum Thema: Das Buch "Hitlers Bombe" - Kolloquium 3 Monate nach der Veröffentlichung.

Die Mitglieder des Jonastalvereins wollten gemeinsam mit dem Buchautor die nationalen und internationalen Auswirkungen seiner Veröffentlichung besprechen und auf die vielfältigen Reaktionen eingehen. Weiterhin wollten wir besonders die Zusammenhänge der deutschen Atomforschung in Thüringen während des Zweiten Weltkrieges heraus arbeiten und gemeinsam mit allen Teilnehmern Fakten zusammentragen. Leider reichte der Platz in der neuen Zeitschrift (Nr. 5/ 2005) nicht aus, um das Feedback komplett abzudrucken. Aus diesem Grund veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Anmerkungen von Herrn Karlsch zur Diskussion.

„Viel Lärm um nichts?“ Was geschah im März 1945 auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf?

Den Veranstaltern gebührt ein großer Dank für diese gut vorbereitete Veranstaltung. Die Diskussion wurde hart aber fair geführt. Ich habe aus den

Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ -Versorgung aus Karstwasserleitern - Teil II - vom 19.05.2005

Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ -Versorgung aus Karstwasserleitern - Teil II

von Klaus Schöllhorn

Im Teil II unserer Machbarkeitsstudie möchten wir auf die Wasserversorgung der Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ näher eingehen. Bezugspunkt sind die gleichen Autoren wie im ersten Teil. Auch hier möchten wir die Wertung dem Leser im Forum des GTGJ mit reger Beteiligung überlassen.

Beide Autoren machten die Wasserversorgung von der Wasserversickerung der Ohra bei Ohrdruf und deren Nutzung in den Untergrundfabriken abhängig und sprachen von deren Nutzung für über tausende von Personen (nachzulesen bei SCHWARZENBECK 2005 S. 215 – 221) und der Nutzung der Untergrundanlagen zur Anreicherung und Aufbereitung.

Richtig brachten die Autoren Aufnahmen vorhandener, bekannter Bachschwinden (Versickerungsstellen) im Bachbett der Ohra. Diese Aufnahmen (Foto der Versickerungsstellen) sind wertvoll und bilden einen hydrologischen Sachzeugen. In Abhängigkeit von der Zerklüftung und damit verbundener Auslaugung sind insbesondere im Mittleren Muschelkalk und seinem geringen Aufschlussgrad im Vorland des Thüringer Waldes zwischen Ohrdruf und Arnstadt (Grenze Autobahn A 4 in diesem Gebiet) Gebirgsdurchlässigkeiten zu verzeichnen. Es wird entlang von Klüften und deren Auslaugungen Oberflächenwasser in di

Die Stadtilmer Uranarbeiten - Anlässlich des 40. Todestages des Kernphysikers Kurt Diebner - vom 13.09.2004

Quelle: Die Stadtilmer Uranarbeiten

Auszug/ Zitat: Die Stadtilmer Uranarbeiten
Anlässlich des 40. Todestages des Kernphysikers Kurt Diebner

... Sobald von den Stadtilmer Uranarbeiten die Rede ist, steht der Name eines Kernphysikers im Mittelpunkt, der in den einschlägigen Monographien zur Atomforschung während des Dritten Reiches zwar stets genannt wird, der aber in den deutschsprachigen biographischen Standardwerken bis heute völlig fehlt. Es handelt sich um Dr. Kurt Diebner. Anlässlich seines 40. Todestages am 13.07.2004 sei hier der Lebenslauf des Physikers zusammengestellt:

Kurt Diebner wurde am 13.05.1905 in Obernessa bei Naumburg geboren. Ostern 1925 legte er das Abitur in Halle ab und studierte anfangs Staats - u. Rechtswissenschaften. Im September 1925 wechselte er in das Fach Physik an der Universität Halle–Wittenberg. Das Sommersemester 1927 absolvierte Diebner mit dem Ziel weiterer mathematischer Qualifizierung an der Universität Innsbruck. Ab Wintersemester 1927 / 28 wieder in Halle, promovierte er am 12.11.1931 mit der Arbeit „Über die Kolonnen–Ionisation einzelner Alpha–Strahlen “ und wurde Assistent des bekannten Physikprofessors Gerhard Hoffmann.

Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ - eine Posse aus Absurdistan - vom 12.05.2005

Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ - eine Posse aus Absurdistan

von Klaus Schöllhorn

Beide Autoren, Herr MEHNER und Gerulf v. SCHWARZENBECK, haben in ihren 2004 bzw. 2005 erschienenen Büchern unter anderem Untergrundfabriken im besagten Gebiet zum Thema gemacht. Die Interpretation ist dabei etwas unterschiedlich sowie in der Schriftform etwas umgestellt. Die Stolleneinfahrt bzw. der Zugangsfahrstollen sollte sich nahe Wechmar befinden.

Wir haben im Rahmen unserer Forschungen mehrere Male den Ort Wechmar und seine unmittelbare Umgebung aufgesucht. Das Ziel bestand in einer lückenlosen Dokumentation vorhandener Möglichkeiten und Anzeichen äußerlich erkennbarer Auffahrungen. Hierzu erstellten wir 5 Profilzeichnungen einer Machbarkeitsstudie von der Ortslage Wechmar in 334,00m ü NN zum TrÜbPl in 479,00m ü. NN, Großer Tambuch in 502,10m ü .NN über Jonastal Stollen 14 zu Ebanotte in 517,80m ü. NN. Weitere Profillegungen erfolgten mit Profilknick um auch hier ein breites Spektrum zu erfassen. Die machbare Rekonstruktion erfolgte an Hand der Textbeschreibung der Autoren wie oben genannt. Natürlich wurde hier auch das Jonastal einer Prüfung unterzogen. Erwin MORITZ und ich erstellten im Mai 2005 einen umfangreichen Forschungsbericht. Nicht unerwähnt möchten wir lassen, dass uns über den Ur- und Frühgeschichtsverein die Möglichkeit eingeräumt wurde, chronistische Unterlagen einzusehen. Auch konnten wir Bürger der Zeit 1943 – 1945 befragen.

Unsere Aussage: „Es gibt keine bergbaulichen Anzeichen von Auffahrungen. Den Bürgern von Wechmar sind solche Stollen nahe ihres Ortes nicht bekannt. Sie bekamen u.a. während Lesungen von Thüringer Historikern solche Dinge förmlich in den Mund gelegt oder ihre eigenen Aussagen (Bürger) wurden entstellt wiedergegeben. Kommentarlos haben wir unserer Mitteilung ein Profil beigefügt. Es soll Anstoß zum Nachdenken und der Diskussion geben. Der Forschungsbericht wird nach Abschluss der Diskussion im Juni 2005 ins Forum des GTGJ gestellt um beweisbare Aussagen zu belegen. Unserer kurzen Mitteilung schließen sich einige nüchterne Fragen an.

1. Wo standen die Kompressoren?
2. Wo standen die Grubenlüfter (Wetterführung)?
3. Wo erfolgte die Haldenverkippung (Treibstoffnot)?
4. Wo standen die Schächte mit Seilfahrten, denn Fahrstühle zur Überwindung von über 180,00 m gab es nicht?
5. Wo standen die Betonmischanlagen zum Einbringen des Betonausbau (Sicherungen bei dieser Größe)?
6. Wo traf ein erwähnter Schrägerstollen auf die Hochfläche TrÜbPl oder Großer Tambuch?
7. Wie konnte 1944 neben dem Jonastal ein solches Projekt bei mehr als ungenügender Logistik überhaupt in Angriff genommen werden?
8. Baustellenvergleich „Jonastal“, benötigte Technik, Baustellenbereich „Wechmar“ benötigte Technik und Vergleich vorgelagerter Baustellenbereich

Fragen, um nur einige aufzuwerfen, die man zuerst beantworten muss, um einen unmittelbaren Bezug zur Baustelle und der Untergrundfabrik herstellen zu können. Unsere Antworten geben wir wie erwähnt im Bericht nach der allgemeinen Diskussion im Forum. Ausführlich wird auch in bewährter Form eine Pressemitteilung im Lokalteil Ilmenau und Arnstadt folgen. Stetig klammern wir die Atombombe aus, werden aber auch auf die Erwähnung Gossel und der hier noch nach dem Krieg betriebenen Fabrik eingehen. Unsere zielgerichteten Forschungen beziehen sich auf bergbautechnische und geologische Zusammenhänge.

zum Teil II -> Untergrundfabriken im Großraum „Jonastal“ -Versorgung aus Karstwasserleitern - Teil II



Seminarfacharbeit: S III Jonastal - Ein mörderisches und höchst mysteriöses Bauvorhaben der NS ... - vom 24.01.2004

Anbei präsentiere ich mit Genehmigung der Schüler des Heinrich-Ehrhardt- Gymnasium in Zella-Mehlis eine Seminarfacharbeit, die sich mit dem Thema Jonastal beschäftigt und durch Unterstützung der GTGJ zustande kam.

Selbst einige "alte" Hasen werden noch darüber staunen, was die Schüler im vergangenen Jahr alles zusammengetragen haben und wo sie sich alles Informationen dazu "beschafft" haben. Für mich war die Betreuung auch schwieriger als zunächst gedacht, da ich nicht meinen Wissenstand bzw. meine Schlussfolgerungen komplett wiederfinden wollte, sondern vielmehr die ursprünglichen Sichtweisen und Erkenntnisse der Schüler im Bericht zum Ausdruck kommen sollten. Dies ist meiner Meinung nach mehr als gelungen und abschließend kann ich nur kurz und knapp sagen: "Masse & Klasse".

Leider war es der GTGJ im letzten Jahr nicht möglich, alle Anfragen bzgl. einer Betreuung positiv zu beantworten, da uns bisher leider noch die Kapazitäten dazu fehlen. Pädagogische Projekt gehören bzw. bleiben aber weiterhin im Fokus unserer Arbeit bzw. der Wissensweitergabe. Die Basis für weitere Seminararbeiten ist hiermit gesetzt und sicher gibt es damit auch weiteren Stoff für Diskussionen im Forum.


Klaus-Peter Schambach

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