In Fachkreisen wird "Tatort Jonastal" als eine der wenigen seriösen Publikationen zum Jonastal gehandelt. Der Autor ist für seine akribische und detaillierte Recherche auf der Grundlage handfester und verifizierbarer Quellen bekannt. Es ist davon auszugehen, dass sich das Buch deshalb deutlich aus der Menge bisheriger Publikationen hervor heben und mit dem einen oder anderen Mythos zur angeblichen Hochtechnologie im Jonastal aufräumen wird.

Wir dürfen daher alle sehr gespannt sein. Hier die offizielle Ankündigung:

Tatort Jonastal
Ermordet für das Führerhauptquartier in Thüringen im Außenkommando S III des KL Buchenwald
von Klaus-Peter Schambach
Heinrich-Jung-Verlag Zella-Mehlis, 2010, 320 Seiten, ca. 125 Abb., Karten und Zeichnungen, gebunden, ISBN 978-3-930588-81-7

Mit Spannung erwarten die Insider das Erscheinen des Sachbuches „Tatort Jonastal“ am 10. September 2010. Gemeinsam mit dem in unserer Region bekannten Hobby-Historiker Klaus-Peter Schambach (Crawinkel) begeben sich die Leser in die Zeit des nahenden Endes des Zweiten Weltkrieges. Anfang 1945 spürten die Menschen in unserer Heimat die Auswirkungen des Krieges deutlich. Sirenengeheul, Bombenangriffe, Ströme von Flüchtlingen aus dem Osten und von Evakuierten aus dem Westen. Zehntausende von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern mussten in unterirdischen Stollensystemen in Thüringen in der Rüstungsproduktion arbeiten oder …

Ab November 1944 entstand im Jonastal ein Stollensystem über dessen Hintergründe bis zur Gegenwart immer wieder neue Gerüchte die Runde machen. War ein Führerhauptquartier geplant? Was fanden die Sieger in diesem Gebiet vor? Gibt es noch heute unbekannte, vielleicht sogar fertig eingerichtete Stollen? Was ist von all dem nachweisbar?

Neben den vielfältigen Spekulationen rund um die Baustelle im Jonastal gibt es mittlerweile Sachzeugnisse, vor allem Fotos sowie Zeitzeugen- und Forschungsberichte, die endlich Antworten auf die gestellten Fragen liefern. Der Autor forschte nach den Hintergründen des Bauvorhabens im Jonastal. Er weist nach, dass das Außenkommando S III von Buchenwald rund zwei Monate in Ohrdruf weitestgehend selbständig verwaltet wurde und damit zeitweilig drei eigenständige Konzentrationslager in Thüringen existierten. Neben dem Nord- und dem Südlager Ohrdruf geht Klaus-Peter Schambach besonders auch auf die bisher wenig dokumentierten Außenlager Crawinkel und Espenfeld ein. Der Autor nennt die Verantwortlichen für das Leid und die Erniedrigung tausender Menschen. Mögen sich unsere Leser von diesem eindrucksvollen und gleichzeitig bedrückenden Tatortbericht über das Führerhauptquartier in Thüringen fesseln lassen!

Eine Antwort auf die Frage, was den Autor zum Schreiben des Buches motiviert habe, findet der Leser in der Einleitung. Ansporn, dieses Sachbuch zu verfassen, war für Klaus-Peter Schambach die Erzählung von Fred Wander über seine Erlebnisse während seinen Inhaftierungen in verschiedenen Ländern Europas bis hin zur eindrucksvoll beschriebenen „Hölle in Crawinkel“, dem Wohnort des Autors. Weitere Überlebende, die zuvor in anderen Konzentrations- und Außenlagern eingesperrt waren und durchaus vergleichen konnten, sprechen später wie er übereinstimmend von der „Hölle S III“. Darauf möchte der Hobby-Historiker mit dieser Veröffentlichung ein besonderes Augenmerk legen, neue Spuren aufzeigen und den aufmerksamen Leser selbst zum „Geh denken“ anregen. Schwerpunkte bilden dabei die Häftlingslager des Außenkommandos S III von Buchenwald, der Sinn und Zweck sowie der Baufortschritt des gleichnamigen Bauvorhabens. Für Klaus-Peter Schambach geht es dabei primär nicht um die Lösung eines Rätsels oder die Aufdeckung einer Verschwörung im Jonastal. Zur Aufklärung der Vorgänge und Straftaten sowie zur Identifizierung von echten und neuen Spuren ist nach seiner Ansicht vielmehr eine gewisse Tatortarbeit notwendig.

Die zentrale Gliederung bei der Anfertigung dieses Ermittlungsberichts basiert daher auch ein wenig auf den kriminalistischen Elementen Tatortbeschreibung, Spurensicherung, Zeugenbefragung und Spurenauswertung. Die Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen von Dr. Helga Raschke, Oberst a.D. Dieter Zeigert sowie die Veröffentlichungen zu den jahrzehntelangen Recherchen von Gerhardt Remdt und Günter Wermusch sowie Ulrich Brunzel dienten als wichtige Grundlagen für diese Publikation. In diesem Buch soll den unbekannten Häftlingen ein menschliches Antlitz verliehen und ihnen ein würdiger Platz in der Geschichte eingeräumt werden. Aus diesem Grunde werden im besonderen Maße eine Reihe von Häftlingsschicksalen stellvertretend für alle Häftlinge von S III geschildert. Exemplarisch verdeutlicht dieses Sachbuch auch das Leiden der Gefangenen im NS-Lagersystem und die Kriegsverbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in unserer Thüringer Heimat. Dieses Buch ist allen Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet und den Menschen, die ihr Leben im Kampf um die Befreiung unseres Vaterlandes vom Faschismus gaben.

Der Bezug des Sachbuches ist über den Jonastalverein, den Verlag oder über den Buchhandel möglich.

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