Forscher fanden keine Spur von Hitlers Atombombe - vom 22.02.2006

Quelle: Schwäbisches Tagblatt -> http://www.tagblatt.de/index.php?nav2=Im%20Blickpunkt&artikel_id=35587586

Forscher fanden keine Spur von Hitlers Atombombe

Standen die Nazis im zweiten Weltkrieg kurz vor dem Einsatz einer Atombombe? Gab es gar in Thüringen einen Kernwaffen-Test? Mit diesen Spekulationen hat vor Jahresfrist der Historiker Rainer Karlsch einige Aufregung verursacht. Zumindest die zweite Frage kann jetzt mit einem klaren "Nein" beantwortet werden.

Auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf in Thüringen, so Karlschs These in seinem Buch "Hitlers Bombe", habe es im März 1945 im Zuge des Bombenbaus eine Kernexplosion gegeben, bei der möglicherweise hunderte Menschen ums Leben kamen.

Im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens wurden daraufhin Bodenproben entnommen und von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) nach allen Regeln der Messkunst untersucht. Die jetzt vorliegenden Resulate besagen: Eine Kernexplosion hat es zumindest an diesem Ort nie gegeben.

Hätte die Explosion tatsächlich stattgefunden, müsste sie sich angesichts der langen Halbwertszeiten gewisser Radionuklide

Nur die Sonne strahlt in Ohrdruf - vom 16.02.2006

Quelle: Freies Wort am 16.02.2006
VERGANGENHEITSAUFARBEITUNG Bodenproben vom Truppenübungsplatz brachten keine Hinweise auf Atomexplosion im März 1945
Nur die Sonne strahlt in Ohrdruf



Von den Gerüchten über „Hitlers Bombe“ auf seinem Gelände hat der Kommandeur des Truppenübungsplatzes Ohrdruf, Andreas König, inzwischen die Nase voll. - FOTO: ari



VON UNSEREM MITARBEITER EIKE KELLERMANN
Der Historiker Rainer Karlsch sorgte mit seiner These von einem Atomwaffentest der Nazis in Thüringen für Aufsehen. Bodenproben brachten jedoch keinen Beleg für „Hitlers Bombe“. Karlsch aber glaubt weiter daran. Zum Beweis fehlt ihm nur eine Handvoll Dollar.
ERFURT – Natürlich habe er bereits gehört, dass die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) keine Hinweise auf eine Kernexplosion am Truppenübungsplatz Ohrdruf gefunden habe, sagt Karlsch gestern Mittag am Telefon. Doch die Untersuchungsergebnisse der PTB wischt der promovierte Historiker mit der Bemerkung vom Tisch: „Die können Sie vergessen.“ Die Spezialisten der Bundesanstalt in Braunschweig hätten „unsachgemäß“ gearbeitet. So habe die PTB die Proben in Ohrdruf nicht selbst genommen und demzufolge auch nicht in ausreichender Tiefe von mindestens einem halben Meter.

Karlsch weiß am Besten, dass dies nicht möglich war. Er gehörte schließlich zu dem kleinen Trupp, der im vorigen Februar auf dem Truppenübungsplatz einmarschierte. Eskortiert von Platz-Chef Hauptmann Andreas König kämpfte das historische Aufklärungskommando mit dem steinhart gefrorenen Boden. Das einzige, was strahlte, war die Wintersonne. Ein Messgerät spielte zwar kurzzeitig verrückt, pendelte sich dann aber wieder in jener unaufgeregten Stellung ein, die auch etliche Kollegen Karlschs Thesen gegenüber einnehmen. Sie halten „Hitlers Bombe“ für ein Hirngespinst.

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Folgen von
Tschernobyl
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Auch die PTB hat mit ihrer Stellungnahme gestern den Alptraum einer nationalsozialistischen Atombombe platzen lassen. Zumindest vorerst. Verschwörungstheoretiker werden die Ergebnisse wohl nicht beeindrucken und auch seriösen Forschern dürfte klar sein, dass die acht Bodenproben nur das beweisen, was sie beweisen können – und das ist reichlich wenig.

Die Untersuchung, die das ZDF in Auftrag gab und mit einigen tausend Euro bezahlte, ergab laut PTB „keinen Hinweis, dass andere Quellen als der Fallout oberirdischer Atombomben-Tests in den 1950er/1960er Jahren und der Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 für die Bodenkontaminationen verantwortlich sind“. Insgesamt zeigten die Messergebni

>>Hitlers Bombe<< in Ohrdruf nicht geplatzt - vom 02.02.2006

Quelle: Ostthüringer Zeitung am 02.02.2006

"Hitlers Bombe" in Ohrdruf nicht geplatzt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt findet in Bodenproben keinen Beweis für die These
Erfurt (OTZ/pa). Die Geschichte der Atombomben-Entwicklung muss vorerst nicht umgeschrieben werden. Auch eine intensive Analyse von Bodenproben aus Ohrdruf (Landkreis Gotha) erbrachte für das Gerücht, die Nazis hätten hier im März 1945 Kernwaffentests durchgeführt, keine Bestätigung.

"Wir haben nichts Aufregendes gefunden", sagte Dr. Herbert Janßen von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig der Ostthüringer Zeitung. Auf Bitte des ZDF, das im April vorigen Jahres in seiner "History"-Reihe der Frage nachging, suchte die PTB Auffälligkeiten im Boden des Ohrdrufer Truppenübungsplatzes. Erste Messungen hatten tatsächlich auf die Anwesenheit von Uran 235 und Lithium 6 schließen lassen.

Doch die Spuren radioaktiven Materials stammen offenbar nicht von einer nuklearen Detonation. Da hätte man wesentlich mehr finden müssen, resümiert der Kernphysiker Janßen nach monatelanger radiochemischer Analyse. Der Wissenschaftler bezweifelt auch, dass deutsche Physiker und Militärs am Ende des Krieges in der Lage waren, genügend angereichertes Uran zu beschaffen, das für eine Atomexplosion nötig ist. So bleibt die These des Berliner Historikers Rainer Karlsch von Hitlers Bombe weiter nur eine Vermutung. Karlsch sammelte zwar Beweise dafür, dass das untergehende Dritte Reich den Bau einer Atomwaffe weiter vorangetrieben hatte, als bislang angenommen worden ist. Aber für erfolgreiche Tests in Ohrdruf, wie sie eine inzwischen verstorbene Augenzeugin gesehen haben wollte, fehlt nach wie vor der wissenschaftliche Beleg. ZDF-"History"- Redaktionsleiter Christian Deick: "Wir haben das ja vor einem Jahr schon in Frage gestellt."

01.02.2006

Keine Spur von Hitlers Atombombe - Braunschweiger Forscher untersuchten die Proben - vom 16.02.2006

Quelle: Woldburger Nachrichten vom 16.02.2006

Keine Spur von Hitlers Atombombe
Braunschweiger Forscher untersuchten die Proben
Von Henning Noske

Hatte Hitler die Atombombe? Gab es 1945 einen Kernwaffentest im thüringischen Ohrdruf? Das jedenfalls behauptet der Historiker Rainer Karisch in seinem Buch „Hitlers Bombe".

Doch Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig fanden jetzt heraus: Für die These von Hitlers Atombombe gibt es zumindest in Ohrdruf keinen Befund. Die gemessene Radioaktivität verunreinigten Bodens auf dem Gelände eines heutigen Truppenübungsplatzes der Bundeswehr hat ihre Ursache in oberirdischen Atombomben-Tests der 50er und 60er Jahre und in der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl 1986. Die PTB-Wissenschaftler Dr. Herbert Janßen vom Fachbereich Radioaktivität und Dr. Dirk Arnold von der Arbeitsgruppe Umweltradioaktivität lassen keinen Zweifel aufkommen: „Insgesamt ergaben die Radionuklidanalysen keinerlei Hinweis auf eine Kernexplosion im thüringischen Ohrdruf."

Autor Karlsch sagt, unter der Leitung der SS seien im Oktober 1944 auf Rügen und im März 1945 in Ohrdruf zwei nukleare Explosionen ausgelöst worden. Seine These: Hitler hatte die Bombe, die deutschen Physiker waren nicht so unschuldig, wie sie später erklärten. Das ist Sprengstoff, und entsprechend heiß wird das Thema diskutiert. Ausgerechnet die deutsche physikalische Instanz in Braunschweig untersuchte jetzt acht Bodenproben aus Ohrdruf, die vom Zweiten Deutschen Fernsehen angeliefert wurden. Die Methode ist einwandfrei. Atome, die zum radioaktiven Zerfall neigen, verraten sic

Augenzeugin zum Absturz des Bombers bei Gossel - vom 06.01.2006

Quelle: Thüringer Allgemeine für den Ilmkreis am 06.01.2006

Augenzeugin zum Absturz des Bombers

ARNSTADT (mk). Zum Beitrag "Mythos um Motor" vom 28. Dezember 2005 über die 1944 abgestürzte englische Lancaster, deren Motorteile im August 2005 bei Gossel durch den Jonastalverein ausgegraben worden sind, hat sich nun eine weitere Augenzeugin gemeldet. Frau Veronika Schmidt aus Arnstadt war damals 16 Jahre alt, als der Bomber im Frühjahr 1944 bereits im Tiefflug über ihr Wohnhaus in der Ohrdrufer Straße flog. "Eine der Tragflächen brannte", erzählte sie. "Da haben wir gedacht, die stürzt bestimmt bald ab." Und das sei ja auch kurz danach im Espenfelder Raum geschehen. Noch am selben Tag sah sie auf dem Holzmarkt auf dem Weg zum Kino zwei junge Engländer in Uniform, die von Wehrmachtssoldaten in die Wehrmachtsstelle am Holzmarkt geführt, dann später zum Gericht gebracht worden waren. Offensichtlich waren sie mit dem Fallschirm abgesprungen und hatten sich verletzt, denn beide trugen Verbände "Wir waren damals junge Mädchen und wir interessierten uns für die jungen Engländer. Sie haben uns auch Leid getan, weil sie verletzt waren", er

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