Bombentrichter im Bahnhofsviertel von Arnstadt - vom 05.02.2005

Quelle: Thüringer Allgemeine - Lokalteil Arnstadt am 05.02.2005

Bombentrichter im Bahnhofsviertel

ARNSTADT (ak). Am morgigen Sonntag jährt sich der Luftangriff auf Arnstadt, der am 6. Februar 1945 Tod und Zerstörung brachte. Zeitzeugen erinnern sich an jenen Tag und auch die nächste Generation darf das Grauen des Krieges nicht vergessen. Damit es nie wieder passiert.

"Wir hatten ja fast jeden Tag Fliegeralarm und an einen geregelten Unterricht war nicht zu denken. Manchmal freuten wir uns, um eine Arbeit herumzukommen. Wie das in dem Alter eben so ist", erinnert sich Jutta Schneider aus Gräfenroda an jene Zeit. Damals war sie 14-jährige Handelsschülerin. Jeden Morgen fuhr sie mit dem Arbeiterzug nach Arnstadt.

Ohrdruf im Bombenhagel - fast 60 Jahre ist es her! - vom 04.02.2005

Quelle: Thüringer Waldbote am 04.02.2005

Ohrdruf im Bombenhagel - fast 60 Jahre ist es her!

Am 6. Februar 1945, es war ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch -blauer Himmel und Sonnenschein. Aufgrund der günstigen Wetterlage war es ein Leichtes für die amerikanischen Bomber entlang der Ohra Wohnhäuser, Fabriken und Kulturdenkmäler in Schutt und Asche zu legen. Es mussten fast einhundert unschuldige Frauen und Kinder sowie alte Leute, die nicht mehr an die Front eingezogen werden konnten und für den Volkssturm zu alt waren, ihr Leben lassen.

Durch die unheimliche Druckwelle der Sprengbombe waren die meisten Fensterscheiben, auch unser Schaufenster, zu Bruch gegangen. Auch Betriebe, die damals noch mit Wasser der Ohra arbeiteten, waren

Das Interview mit dem 'Lehrling aus Peenemünde' - vom 21.08.2004

Quelle: Zeitschrift 01/2004 der GTGJ "Geheimnis Jonastal" mit Themen und Forschungsergibnissen rund um das Jonastal
(siehe Online-Shop hier auf dieser Internet-Plattform)

Interview geführt von Roman Heyn

Während der Vereinsfahrt nach Peenemünde vom 20.05. bis 22.05.04 lernte ich Herrn Reinhold Krüger kennen. Seine ruhige, entgegenkommende Art schaffte sofort eine Vertrauensbasis und wir kamen ins Gespräch. Sehr bald merkte ich, dass Herr Krüger über ausgezeichnete Sach- und Fachkenntnisse zur ehemaligen Heeresversuchsanstalt (HVA) Peenemünde und zur Geschichte nach 1945 verfügte. Das allerwichtigste aber ist, Herr Krüger ist Zeitzeuge.

Ein Zeitzeuge erinnert sich - Mit 17 in der Hölle - vom 26.11.2004




Mit 17 in der Hölle

Quelle: 26.11.2004 Arnstädter Stadtecho

Victor Wyscheslawski überlebte, am 7. November sprach er über sein Schicksal
ARNSTADT (br). Tausende Häftlinge ließen 1944/45 im Außenlager S III im Jonastal und in Ohrdruf ihr Leben. Einer, der überlebte, kam jetzt nach Arnstadt zurück. „Ich weiß nicht, wie ich es schaffte, zu überleben" - als Victor Wyscheslawski im Saal der „Goldenen Henne" diese Worte spricht, scheinen alle den Atem anzuhalten. Zuvor sprachen der 77jährige Russe und Dr. Helga Raschke, die Wissenschaftlerin forscht seit über vier Jahrzehnten zum dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Jonastales, eine Stunde lang über die Greueltaten der Nazis, berichteten vom unsäglichen Leid der Häftlinge. Historische Aufnahmen und Zeitzeugenaussagen belegen alles äußerst lebendig.

Am 7. November 1944 wurde das Außenlager S III von den Nazis gegründet, zunächst auf dem schon seit 1871 als Truppenübungsplatz dienenden 480 Hektar bei Ohrdruf. Schon zum Jahresende folgten Außenstellen in Crawinkel, Espenfeld und dem Jonastal. Zunächst werden etwa 2.500 Häftlinge aus dem KZ-Buchenwald hierher transportiert. Bis Ende 1944 wird die Zahl um ein Vielfaches steigen. 10.555 Häftlinge ergibt die Lagerzählung, durchgeführt in den wenigen Stunden am 24. Dezember, in denen ausnahmsweise einmal nicht gearbeitet wird. Bis April 1945 sind es dann 13. 726.

Quelle: Zeitzeugen vom 25.11.2002

Cläre Werner
(Burgwartin auf der Wachsenburg bei Arnstadt)

"Ich kann mich noch gut an diesen Tag erinnern. Es war der 4. März 1945. Für den Tag hatten wir eine Geburtstagsfeier für den Abend geplant, diese wurde aber kurzfristig abgesagt ... Hans war auch da und half uns noch, dann sagte er uns, dass heute auf dem Übungsplatz (Truppenübungsplatz Ohrdruf d.A.), Weltgeschichte geschrieben wird. Es wird etwas gemacht, was es auf der Welt noch nicht gegeben hat. Wir sollen am Abend auf den Turm gehen und in Richtung Röhrensee schauen. Er wisse auch nicht wie das neue Ding aussehen wird. So waren wir ab 20 Uhr auf dem Turm. Nach 21 Uhr gegen halb zehn war hinter Röhrensee mit einmal eine Helligkeit wie hunderte von Blitzen, innen war es rot und außen war es gelb, man hätte die Zeitung lesen können. Es war alles sehr kurz und wir konnten dann alle nichts sehen, wir merkten nur, dass es eine mächtige Sturmböe gab, aber dann alles ruhig war. Ich wie auch viele andere Einwohner von Röhrensee, Holzhausen, Mühlberg, Wechmar und Bittstedt hatten am anderen Tag oft Nasenbluten, Kopfschmerzen und auch einen Druck auf den Ohren."

(aus: Edgar Mayer, Thomas Mehner/ Das Geheimnis der deutschen Atombombe/ 2001/ Seite: 206 ff)

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