Mayer - Jonastalstalstollen "holzvertäfelte Räume"

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Mayer - Jonastalstalstollen "holzvertäfelte Räume"

Beitragvon Volwo » Sonntag 18. Januar 2009, 22:13

Der am 17. Mai 1945 zum Bürgermeister ernannte ?Mayer erzählte seinem Sohn von einer Dienstfahrt nach Crawinkel und und Arnstadt, bei der er auch in den Stollen im Jonastal war und dort "holzvertäfelte Räume" gesehen hat (ZDF 1992):
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 20. Februar 2009, 15:36

Kein Mensch hat irgend etwas belegbares. Immer nur Erzählungen...keine Bilder, keine mitgenommenen Souveniers die das Belegen könnten... absolut nix.
Das ist schon langsam zum Haareraufen !!
Grüße Andreas

Bild

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Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle , den anderen zeig ich gern den Weg dorthin .....
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Beitragvon Luchs » Freitag 20. Februar 2009, 17:41

Hier Rohbau - dort bezugsfertig. Von der zeitlichen Baufolge schwer vorstellbar, zumal laut Kott-Skizze an/in allen Stollen außer 16 noch Gleise lagen. Die teilweise Betonierung der Stollen spricht dafür, daß diese Arbeiten ausgeführt wurden, während weiter hinten noch vorgetrieben wurde. Es ist nur eine Theorie und ich möchte nicht die Kompetenz von Herrn Mayer in Frage stellen: Aber könnte man auch erwägen, daß er möglicherweise als Bau-Laie und im faden Licht Verschalungen gesehen und so beschrieben hat?
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Beitragvon Mac58 » Freitag 20. Februar 2009, 18:32

Kannst Du mal alle Links zu den Berichten zusammen in einen Beitrag stellen ?
Ich würde die gerne mal "nebeneinander" legen und versuchen, laienhaft-kriminalistisch auszuwerten.
Danke !
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Beitragvon Edgar » Freitag 20. Februar 2009, 18:44

Bin nach wie vor der Meinung, dass bei solchen Beschreibungen nicht die bekannten Stollen des Tals gemeint sind.


Gruß vom Edgar[/b]
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Beitragvon Mineuer » Freitag 20. Februar 2009, 21:20

Er könnte aber auch Stollen im Rohbau gesehen haben und Stollen mit Schalung, Querstollen mit Holz und das bei schummrigen Licht.....


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Beitragvon wolle » Samstag 21. Februar 2009, 08:46

Also meiner Meinung nach sehe ich es so das sie wohl kaum Nut und Feder Holz zum einschalen genommen haben sondern Bauholz die gerademal gespuntet waren und Sägerau sind .Eine Vertäfelung ist Genutet und Gefedert sowie Gehobelt den unterschied sieht sogar ein Blinder mit Grückstock.Ich sage ja das es vieleicht ein anderer Stollen Komplex ist.Habe da mal eine Frage: Bei Mehner Geheimnisse in Thüringens Untergrund ich weiß ihr haltet nicht viel von ihm ! Seite 19 ist ein Aufklärungsbericht abgedruckt. Hat den schon jemand anderes auser in dem Buch gesehen? Dort heist es frei übersetz 3 km von Arnstadt weg FHQ also Frei übersetzt .
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Beitragvon Mineuer » Samstag 21. Februar 2009, 14:26

Es wird nirgends eine Vertäfelung mit Nut und Feder erwähnt.

Sollten die Bretter von normaler Qualität gewesen sein, also frisch vom Gatter, dann sind sie feucht und quellen in der feuchten Luft der Stollen nach. Bei einem scharfen Blatt im Gatter ist mindestens eine Brettoberfläche relativ glatt.

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Beitragvon wolle » Samstag 21. Februar 2009, 17:31

Also ich habe noch nie eine Vertäfelung gesehen die nicht in Nut und Feder ausgeführt wurde.... Den dann ist es nur eine verschalung .Dann müssen wir noch die Feuchtigkeit behandeln Wenn die Bretter nicht behandelt sind Haste auch Keine freude dran spätestens nach 2 Wochen Verwirft sich der Ganze Klaterradatsch. und das sieht selbst ein Laie oder?
Geh doch mal davon aus das es vieleicht eine Vertäfelung gab und sie durch die Einheimischen oder Russen vor den Kott Bildern abmontiert wurden oder es sich ganz einfach um Stollen handelt die uns unbekannt sind
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Beitragvon Mattzz » Samstag 21. Februar 2009, 17:57

Das mag ein Laie durchaus sehen, sofern er es genauer in Augenschein nimmt. Und sofern die Lichtverhältnisse ihm dies gestatten...
Im Halbdunkel und abgelenkt auch von anderen Eindrücken wird besagter Laie vermutlich erstmal nur feststellen, dass einige Wände mit Holz "verkleidet" sind. Was dann zunächst beide Möglichkeiten offen lässt.
Und wie schnell beim Erzählen aus der Erinnerung aus einer "Verkleidung" eine "Vertäfelung" werden kann, bedarf sicher keiner näheren Erläuterung...
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Beitragvon Mineuer » Samstag 21. Februar 2009, 19:29

Genau darauf will ich hinaus. Eine Zeugenaussage kann immer von mehreren Seiten betrachtet werden. Leider betrachten wir eine Zeugenaussage immer von der uns genehmen Seite ich meine damit... etwa 100m vom Lager Espenfeld .....heißt doch nicht zwingend es war der Weg zum Tal, ....nördlich v. Gossel... ist auch sehr dehnbar.
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Beitragvon hurryup » Dienstag 24. Februar 2009, 04:06

Hi

mit Erinnerungen und Zeugenaussagen ist es wirklich nicht so einfach. Von Gespaechen,die mein Vater mit Eduard Hermes (meinem Opa) gefuehrt hat weiss ich, dass E. Hermes davon sprach, dass LKW's in die Anlagen / Stollen einfahren konnten. Ausserdem sagte mir meine Oma, dass Opa nach dem Krieg im Jonastal weiterarbeitete.

Denkt man nun an die Nachkriegs-Demontagen,ist durchaus denkbar,dass nach dem Ausbau der Schienen ein kleiner Opel Blitz benutzt wurde,um das Material aus den Stollen zu fahren. Dass wuerde die Sache mit der LKW Zufahrt klaeren, ausserdem waere somit klar,dass nach dem Krieg "weitergearbeitet"wurde.Allerdings eben nicht,um etwas fertigzustellen,sondern vielmehr,um etwas zurueckzubauen.

(Man koennte aber eben auch spekulieren,dass unter russischer Leitung nach dem Krieg weitergebaut wurde,und dass 40 Tonner LKW's per geheimer Einfahrt vom TUEP her Zugang hatten. Ich persoenlich glaube daran nicht!)

Wenn man sich die Vielzahl der Fragen anschaut, die unbeantwortet bleiben in Bezug auf das Tal, kommt man schnell an den Punkt,wo man sich fragt: Gab oder gibt es im Zusammenhang mit dem Jonastal gezielte Desinformationen (z.B. manipulierte oder unauffindbare Akten,unglaubwuerdige oder offenbar falsche/uebertriebene Aussagen usw), um das wahre Ausmass oder den wahren Zweck des Areals zu verschleiern ODER war da eben niemals mehr als nur eine unfertige,verlassene und spaeter gepluenderte Baustelle.

Ich tendiere mittlerweile sehr,sehr stark zu der letzteren These…Eine Baustelle,nicht mehr.

ABER, und ich habe die Frage schon einmal aufgeworfen:

Wenn es nur eine Baustelle war, warum haben die Russen nach dem Krieg ueberall da, wo in den letzten Kriegstagen im Areal Olga fieberhaft gebaut wurde, Quartier bezogen? Die Areale , die von den Russen genutzt wurden ,waren der TUEP Ohrdruf,das Jonastal,die Muna Crawinkel,der Kienberg ,Rudisleben und einige andere. Vergleicht man das mit anderen ehemaligen “OT Projekten” im Gebiet der SBZ/DDR, stellt man fest, dass nicht alle ehemaligen Baustellen/Objekte/Projekte zwingend durch die Russen nachgenutzt wurden.

Das Jonastal --als verlassen Baustelle-- hatte doch kaum Infrastruktur,die weitergenutzt werden konnte, abgesehen von ein paar befestigten Wegen..Das Gleiche gilt fuer den Kienberg. GRUEBEL...

Viele Gruesse

J
Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.

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Beitragvon Mineuer » Mittwoch 25. Februar 2009, 21:10

Der Platz wurde etwa nach 10 Monaten vom Iwan weitergenutzt. Dazwischen stand dort alles weitgehend leer. Genutzt wurde der ehem. Truppenübungsplatz mit Truppenlager, wie viele andere milit. Liegenschaften ebefalls - Altes lager i. Zossen, Mühlhausen, Eisenach, meiningen etc. Das Tal liegt nun mal direkt an der Platzgrenze und die Stollen wurden ja nach den Demilitarisierungsvorschriften für deutsche Rüstungsanlagen folgerichtig vom Iwan gesprengt.
das die Stollen besichtigt wurden, eventuell vorhandenes Baumaterial geborgen wurde - nun das ist doch ganz normal.
Auch die Muna war eine deutsche miltärische Liegenschaft.
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Beitragvon bobo » Donnerstag 26. Februar 2009, 18:23

Warum sind die Gleisanlagen eigentlich an den meisten Stollen-Brüsten (geiles Wort) noch vorhanden, alles andere wurde abgebaut?
MfG BOBO
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Beitragvon Mineuer » Freitag 27. Februar 2009, 16:07

Weil auf dem letzten Schienensegment Haufwerk lag und keiner Lust hatte es zu beräumen.......
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Beitragvon Erbse » Freitag 27. Februar 2009, 19:49

Und was ist "Haufwerk"? Bin Scheißebauer oder so ähnlich, was ist das? -()-
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Beitragvon Volwo » Freitag 27. Februar 2009, 19:51

auf die Schnelle "gewikit":

das sind "Gemische aus festen Partikeln (granulare Materie), die lose vermengt oder fest miteinander verpresst oder verbacken sind ..."
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Beitragvon Mattzz » Freitag 27. Februar 2009, 20:02

...oder im simplen Alltags-Deutsch: Geröllhaufen vom Abbruch

Gruß Matthias
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Beitragvon Mattzz » Freitag 27. Februar 2009, 21:10

Mineuer hat geschrieben:Weil auf dem letzten Schienensegment Haufwerk lag und keiner Lust hatte es zu beräumen.......
Mineuer

Was vmtl. auch die plausibelste Erklärung ist. Zumal seinerzeit kein Mangel an Eisenschrott herrschte. Noch in den 60ern war Kriegsschrott in der Umgebung keine Seltenheit. Und keiner (außer uns als Kinder) interessierte sich dafür...
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Beitragvon bobo » Samstag 28. Februar 2009, 16:57

Mineuer hat geschrieben:Weil auf dem letzten Schienensegment Haufwerk lag und keiner Lust hatte es zu beräumen.......
Mineuer
...habe ich aber im Knick der 12 anders in Erinnerung |:)
MfG BOBO
bobo
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Beitragvon Volwo » Samstag 28. Februar 2009, 17:02

bobo hat geschrieben:
Mineuer hat geschrieben: 12 |:)


12 ist in diesem Thread die falsche Baustelle im wahrsten Sinne [bart]
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Beitragvon U-Dax » Samstag 28. Februar 2009, 22:16

Hallo
was mich am Jonastal stört ist das die Baustelle nahezu ungetarnt verlassen wurde. Möglicherweise Alibifunktion für den Einsatz so vieler Häftlinge von denen die Mehrzahl dann doch in geheimen Untertageanlagen arbeiteten. Stimmt der Kott-Plan ? Oder durften wir nur einen zensierten Plan sehen ?
Grüsse aus Düsseldorf
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Beitragvon Mac58 » Sonntag 1. März 2009, 12:23

Naja, alles andere was zu Kriegsende verlassen wurde, wurde auch nicht großartig getarnt, höchstens dadurch, daß es in die Luft gesprengt wurde.
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Beitragvon Mineuer » Donnerstag 5. März 2009, 23:14

Auch am Ende der 12 liegt, wenn auch sehr wenig Haufwerk - vielleicht wollte auch keiner mehr zurücklaufen um das letzte Schienensegment raus zu tragen......zumal es kein gerades Segment war sondern eine "Rechtskurve".....

Wie soll man eine so große Baustelle denn Tarnen? Bitte jetzt nicht kommen - mit Tarnnetzen-.....
Auch die Anlage "Lachs" war nicht getarnt, der Tafelberg lag und liegt völlig offen neben dem Saaletal.

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Beitragvon Mattzz » Donnerstag 5. März 2009, 23:46

Wozu hätte man Baustellen oder Rüstungsanlagen, deren Existenz ja doch bekannt war, denn auch tarnen sollen !? Noch dazu im Angesicht des offensichtlichen völligen Zusammenbruchs, wo für die verantwortlich Involvierten nur die Devise galt "Rette sich, wer kann", so gut es irgendwie geht...
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