Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Dienstag 18. Oktober 2011, 20:47

kps hat geschrieben:Am 16.11.1944 wurde der erste Transport mit 1.000 Gefangenen aus Sachsenhausen in Ohrdruf erfasst. In diesem Transport waren auch Rolf Baumann


Nur um das an dieser Stelle auch klarzustellen (KPS hat es ja auch unter die Aussage geschrieben): Das Ankunftsdatum im Buch "Buchenwald-Report" ist mit September 44 falsch wiedergegeben oder falsch erinnert. Der 16.11.1944 stimmt.
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 19. Oktober 2011, 13:39

...wie weiter oben avisiert, jetzt meine "Anomalien" in besserer Qualität von diesem russischen Foto.
Das Zeuchs ist auch schon auf den Ami-Bildern vom März 45 drauf und kann natürlich alles mögliche sein (Lichtungen, Forstwirtschaft, Jungpflanzungen etc.). Was mich eigentlich stört, daß man in der TK25 von 1937 nichts findet - bei letzterem beziehe ich mich hauptsächlich auf Nummero 6 (6_linksseitig Oberhof).
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Silko » Mittwoch 19. Oktober 2011, 13:54

Joe hat geschrieben:
Später wurden noch Kampfstände und Stollen in der Nähe des Truppenübungsplatzes gebaut, die als Führerhauptquartier vorgesehen waren. Da aber die Arbeitsstellen zu weit vom Lager Ohrdruf entfernt waren (wir fuhren zuerst täglich 12 km mit Omnibussen), wurden aus Mangel an Benzin 2 neue Nebenlager Crawinkel und das sogenannte Zeltlager errichtet.


Wo hat Baumann gearbeitet? Irgendwo in der Nähe von Golani?

Warum ist mir das vorher nie so aufgefallen?

So würde das allerdings bedeuten, dass die erwähnten 2 Nebenlager Crawinkel und das Zeltlager nicht mit den 3 Lagern identisch sind, die wir heute als dieselben annehmen. Da stellt sich mir die Frage, warum der Weg nach der Steigerhohle gerade durch den RAD neu angelegt wurde...
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Mittwoch 19. Oktober 2011, 17:49

Oder hinter Nebenlager fehlt ein Komma. Das fehlt dann auch schon im Buch, ich habe extra nachgesehen. Vielleicht hat jemand die erste Auflage und schaut da nochmal nach? Möglicherweise ist es auch ein "Übertragungsfehler".

Jetzt muss ich mir aber erst in Ruhe die Bilder ansehen.
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Ramsay » Mittwoch 19. Oktober 2011, 18:08

Joe hat geschrieben:Oder hinter Nebenlager fehlt ein Komma. Das fehlt dann auch schon im Buch, ich habe extra nachgesehen. Vielleicht hat jemand die erste Auflage und schaut da nochmal nach? Möglicherweise ist es auch ein "Übertragungsfehler".


Diese Aussage steht genau so auch in: "Buchenwald – Mahnung und Verpflichtung", Vierte, völlig neu neuarbeitete Auflage, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1983, Seite 287, 288.

Ich denke, wenn man hier Klarheit haben will, benötigt man die Aussage im Original.

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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon hebbel » Mittwoch 19. Oktober 2011, 19:09

Joe, u.A viel Glück.

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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon kps » Mittwoch 19. Oktober 2011, 20:44

Silko hat geschrieben:...Da stellt sich mir die Frage, warum der Weg nach der Steigerhohle gerade durch den RAD neu angelegt wurde...


Die Frage stellt sich eigentlich nicht. Es ging um Arbeitsbeschaffung und Leutebeschäftigung. Da steht ein Stein mit der Inschrift: Dieser Weg wurde im Notjahr 1932 ...

Willst du jetzt daraus eine Verbindung zu S III konstruieren?

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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon kps » Mittwoch 19. Oktober 2011, 20:45

Ramsay hat geschrieben:...Ich denke, wenn man hier Klarheit haben will, benötigt man die Aussage im Original.


Vollkommen richtig
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Mittwoch 19. Oktober 2011, 22:02

Ich glaube nicht, dass man 1932 schon daran gedacht hat, dort oben etwas zu bauen (was es vielleicht dort auch gar nicht gibt).

Zu den Bildern: Dort oben hat es jede Menge Steinbrüche und Bergbau gegeben. Soviel ist jetzt schon klar und das macht es nicht einfacher. Die ersten Eindrücke von mir:

Bild 1 (Kleingarten): Nördlich der Gärten befindet sich ein Haus. Vielleicht gibt es da einen kausalen Zusammenhang.
Das Haus ist im Luftbild nicht gut zu erkennen, die Durchzeichnung ist an der Stelle nicht so gut, stand aber vermutlich damals schon dort.

Bild 3 Runkelkeller: Ob das wirklich Halden sind? Ich hänge Sicht gen SO an. Die Schattenlänge ist kürzer, als bei den Bäumen. Man sollte im Gelände noch eine Kante finden.

Bild 5 In der TK 1303-42 Crawinkel sind die Pingen an der SO-Ecke des Bildes auch verzeichnet.

@KPS: Kannst du vielleicht nochmal Listen wälzen, mit den Namen oben?

Demnächst mehr
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Silko » Donnerstag 20. Oktober 2011, 11:51

kps hat geschrieben:
Silko hat geschrieben:...Da stellt sich mir die Frage, warum der Weg nach der Steigerhohle gerade durch den RAD neu angelegt wurde...


Die Frage stellt sich eigentlich nicht. Es ging um Arbeitsbeschaffung und Leutebeschäftigung. Da steht ein Stein mit der Inschrift: Dieser Weg wurde im Notjahr 1932 ...

Willst du jetzt daraus eine Verbindung zu S III konstruieren?

VG
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Klar, den Stein kenn ich. Da bin ich schon zig mal raufgetippelt, zwecks Hohle und Flößgraben etc. Eine Verbindung zu S III will ich nicht konstruieren, wie kommst Du darauf? Ich frage mich nur, weshalb ein zugewachsener Wanderweg wieder "aufgemöbelt" wurde. Arbeitsbeschaffung? Leutebeschäftigung? Ich meine dafür gabe es doch in den umliegenden Orten lohnendere Projekte zu dieser Zeit, oder?
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Donnerstag 20. Oktober 2011, 13:40

...möglicherweise gab es jemanden, der ein wirtschaftliches Interesse daran hatte, dass dieser Weg wieder gangbar wurde.
Sei es nur zum Holz- oder Steintransport. Mit den "richtigen" Bekannten kann man da enorm Geld sparen..... Soll ja zuweilen heute noch so gehen, habe ich gehört.
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Donnerstag 20. Oktober 2011, 13:51

zu Bild 2_1953_06_21_B10109_LuisenthalCrawinkelOst:

Hier gibt es bei GE eine sehr markante längliche Freifläche nördlich des großen Steinbruchs. Dabei handelt es sich um die ehemalige Sprungschanze Frankenhain. KMZ hänge ich dran.
Gruß
Joe
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Donnerstag 20. Oktober 2011, 14:00

Und damit die an der Geologie interessierten nicht zu kurz kommen, hier ein LinK:
http://mleidig.ml.funpic.de/Thueringen/trias.htm
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Donnerstag 20. Oktober 2011, 18:54

Und um nochmal auf die runden (Bobo sagte Klöpse dazu) Gebilde zurückzukommen:

Können das Pech/Teeröfen bzw. die möglichen Meiler dazu sein?

Gruß
Joe
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Wanderer » Donnerstag 20. Oktober 2011, 19:28

zu augustiners lubi 6_ ein paar heutige bilder. da beim konvertieren die GPS daten weg sind, muss ich was zum standort sagen. die rechteckige lichtung mit der hütte sind beim lubi rechts. die lange schneise ist oben darüber ich steh auf den damm. links ist ein weiher. das ist alles hübsch anzusehen. geh ich aber von der strasse aus rechts in das gewusele wird es wild. habe beim schneetreiben schnell noch einen ringstand, gräben, fahrzeugbuchten gefunden. es sieht aus wie im tertiär. viele grüsse, wanderer
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Augustiner » Freitag 21. Oktober 2011, 08:05

@ wanderer
Danke für die Fotos, so liege ich auch aus der Ferne gar nicht mal so schlecht [/P--]
Vielleicht also nur Stellungen, um die Straße nach Oberhof zu schützen.

Was es mit den kreisrunden Klöpsen auf sich hat, sollte eigentlich vor Ort mit ein paar Spatenstichen feststellbar sein. Diese Klöpse ziehen sich bis weit westlich der späteren Ohratalsperre und sind vielleicht auch nur Reste von ehemaligen Kohlemeilern zur Gewinnung von Holzkohle ??
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Wanderer » Freitag 21. Oktober 2011, 10:00

@augustiner, die strasse von luisental zur wegscheide wurde ja erst in den sechzigern fertig, somit war auch die wichtige kreuzung noch nicht da. hm.. also einer der vielen sommer oder winterübungsplätze? die meiler -köhler-plätze werde ich mir mal nachher anschauen. die sonne kommt bei mir durch und wenn sie dort auch scheint, werde ich ich ein paar bilder machen. viele grüsse, wanderer
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Augustiner » Freitag 21. Oktober 2011, 17:51

Wanderer hat geschrieben:@augustiner, die strasse von luisental zur wegscheide wurde ja erst in den sechzigern fertig, somit war auch die wichtige kreuzung noch nicht da. hm.. also einer der vielen sommer oder winterübungsplätze? die meiler -köhler-plätze werde ich mir mal nachher anschauen. die sonne kommt bei mir durch und wenn sie dort auch scheint, werde ich ich ein paar bilder machen. viele grüsse, wanderer


Jetzt war ich dann doch schon ein wenig verunsichert, obdieweilen wir eigentlich noch von der selben Stelle sprechen - wir tun es !
Die Verbindung Schwarzwald zur Wegscheide (Vordere Brandschlag mit Whs. = Wirtshaus) existiert bereits 1937; lt. Legende eine Straße Kategorie 1B (weniger fest, etwa 4m Mindestbreite, für Lastkraftwagen nur bedingt brauchbar) :D
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Wanderer » Freitag 21. Oktober 2011, 20:48

jaaaa, im unteren teil dieser strasse nach luisental gibt es die radebreche. da wurde klartext geschrieben. so nun zu heute: die aktion klopse suchen war ein schlag ins wasser. die lichtung ist richtig dicht gewachsen worden. die schneise befindet sich parallel zum weg, siehe GE. da geh ich erst rein wenn es trockener ist. den todesstreifen betrete ich erst wenn jemand den hochsitz gesichert hat. ich kenn zuviele jägerwitze. viele grüsse, jürgen
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon kps » Samstag 22. Oktober 2011, 08:46

Silko hat geschrieben:Genau! Diesen Namen hat er angenommen nach dem Massaker im Rakower Wald 1942. Bis dahin hieß er Faiwel Mosche Gomolinski.


Danke Joe für den Hinweis. Diese Korrekturen hatte ich übersehen und es zeigt die Schwierigkeiten bei der Häftlingsrecherche. Einige hatten bewußt falsche Angaben gemacht, wurden ggf. falsch geschrieben oder haben nach dem Krieg den Namen geändert.

zu Faiwel Mosche Gomolinski:
In der Transportliste vom 13.11.1944 ab Sachsenhausen (Ankunft S III 16.11.1944) steht an Transportlisten Nr. 490
Pole Fajwel Gomolinski, geb. 1925, Elektrikerlehrling
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon kps » Samstag 22. Oktober 2011, 08:55

Ramsay hat geschrieben:Hallo KPS,

meines Erachtens nannte er sich zu dieser Zeit:

Jozef Finkelsztaijn


zu Jozef Finkelsztaijn:
In der Transportliste vom 13.11.1944 ab Sachsenhausen (Ankunft S III 16.11.1944) steht an Transportlisten
Nr. 344 Pole ???zk Finkelstein, geb. 1911, Schumacher (??? = 3 nichtlesbare Buchstaben)
Nr. 245 Pole Hajlich Finkielsztajn, geb. 1917, Tischler

In der Aufstellung finden sich Deutsche, Polen, Ungarn, Italiener, Slowenen, Griechen, Franzosen, Rumänen, Stl.??, Spanier, Jugoslawen, Kroaten, Holländer etc.

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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Ramsay » Samstag 22. Oktober 2011, 16:03

Es könnte sich dabei um den
Fajwel Gomolinski, geb. 1925
handeln.
In seinem Buch gibt er an, dass er beim Überfall auf Polen 14 Jahre alt war, also 1925 geboren.

MfG
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon kps » Samstag 22. Oktober 2011, 16:24

Das ist doch ein wichtiger Hinweis. Wenn jetzt noch noch der Beruf passt, dann wurde er unter diesem Namen weiter geführt. Den Geburtstag hatte ich noch zurückgehalten für eine Bestätigung. Denn könnte ich noch mal raus suchen inkl. Häftlingsnummer Sachsenhausen, falls die irgendwo in seinem Buch zu finden ist.

Danke Ramsay für die Zusammenarbeit
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Joe » Samstag 22. Oktober 2011, 17:04

Ich danke euch auch! :-top)

Und an den Jürgen auch herzlichen Dank für die Bilder.


Ich stelle mir die Frage nach möglicher Infrastruktur, man wird wohl dauerhaft nicht eine U-Fabrik nur mit LKW beliefern. Gab es irgendwo in der Nähe vielleicht einen Steinbruch mit Kleinbahnanbindung?

Weiterhin die Überlegung, das Sprengungen irgendwann auffallen, denn sie machen doch etwas Lärm. Die fallen nur da nicht auf, wo sowieso gesprengt wird.... Z.B. bei einem Steinbruch.

Dann noch eine Frage: Wann gab es Luftangriffe auf Crawinkel, Frankenhain und Gräfenroda, bei denen auch die Eisenbahn in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bahnlinie und Gebäude?

Gruß
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Re: Golani, Schraga: Kapitel Ohrdruf aus "Brennendes Leben"

Beitragvon Silko » Samstag 22. Oktober 2011, 17:35

kps hat geschrieben:Das ist doch ein wichtiger Hinweis. Wenn jetzt noch noch der Beruf passt, dann wurde er unter diesem Namen weiter geführt. Den Geburtstag hatte ich noch zurückgehalten für eine Bestätigung. Denn könnte ich noch mal raus suchen inkl. Häftlingsnummer Sachsenhausen, falls die irgendwo in seinem Buch zu finden ist.

Geboren wurde er am 4.6.1925. In Auschwitz hat er die B 2249 bekommen, sein Bruder Abraham Jaakov die B 2248 (hat den Holocaust ebenfalls überlebt). Am 29.10.44 ist er mit 2.200 anderen aus dem Männerlager nach Sachsenhausen überstellt worden. Dort blieb er nur 3 Tage, dann ging es – also am 01.11.1944 weiter auf den Transport nach Ohrdruf. Schau mal ob Du das verifizieren kannst.
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