Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Wiesel » Freitag 17. Februar 2017, 17:01

ich sehe schon das man hier mitlerweile für jeden furz ein Beweis in schriftform am besten mit Unterschrift des Verfassers vorzeigen muss.

Zur Sache Kernwaffen. beslese dich mal im Forum z.B. in den Posts von Panzermann um mal hier auf der Seite zu bleiben. Desweiteren gibt es Einrichtungen auf dem TrÜbPl. für die Raketentruppen der GSSD, und damit meine ich nicht die FlaRak einheiten.

Zum Thema Einsicht vom Kienberg.... Noch dieses Jahr soll es in Mitteldeutschland eine Luftlandeübung geben, sofern Ohrdruf davon mit betroffen ist wird es von mir Bilder vom Kienberg aus geben.

Und um ein Flugzeug landen zu sehen muss ich nicht sehen wie es auf den Boden aufsetzt.

Wenn immer noch Zweifel bestehen sollten das man vom Kienberg aus die Horst nicht einsehen kann, bei der nächsten UAV Übung bin ich gern bereit dies vor Ort auf dem Kienberg zu bestätigen. Natürlich sieht man nicht die gesamte Fläche, aber das westliche Stück davon schon. Und wie gesagt ich bin mir nicht sicher wo im Wald und auf welchen Berg sich der Zeitzeuge befunden hat.

Zum vergleich am besten auch mal das Video (Peregrine Sword best of Ohrdruf) anschauen. Dieses Video ist von der letzten Luftlandeübung teilweise von der Horst bei Röhrensee gefilmt. der Thüringer Wald im Hintergrund sehr gut erkennbar.
Juri huhu

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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon spurensucher » Freitag 17. Februar 2017, 17:07

Wiesel hat geschrieben:ich wüsste nicht warum dies nicht der Tatsache entsprechen könnte.

Noch vor 10-15 Jahren wurde mir der Vogel gezeigt als ich sagte das auf dem TrÜbPl. Atomraketen stationiert waren.
Selbst die Bundeswehr hat zu jener Zeit solche Aussagen als Blödsinn dargestellt.

Was ist nun? Nun gibt es genügend Beweise dafür.

So leid es mir tut, du argumentierst mittlerweile unseriös. Warum versuchst du jetzt mit dem Teilaspekt von Atomraketen auf dem TÜP deine Sicht der Dinge zu sowjetischen Flugzeugen auf dem Feldflugplatz zu begründen und an Beweiskraft zu untermauern? Und lass doch bitte die Bundeswehr da raus, ja! Wir haben hier den User Panzermensch im Forum. Er hat sich Verdienste im zusammen tragen von belegbaren Fakten zu diesem Thema erworben. Er ist über den letzten Forschungsstand im Bilde. Und wenn er sagt das es keine Boden-Boden-Raketenabteilungen auf dem TÜP gab (also stationiert waren) dann kannst du deine Beweise in die Schublade der unterirdischen Flugplätze und Reichsflugscheiben ablegen.

Die Zeitzeugen berichteten unabhängig voneinander das es erst tiefe Überflüge gab und die Jets dann mit ausgefahrenen Fahrwerk gelandet seien, und einige Zeit später mit donner und schall wieder abgehoben sind. Und vom Kienberg sieht man die Horst und von Wechmar auch.
Frage sie wann das war. Wie alt waren die Zeitzeugen damals? Frage nach Ereignissen in ihrem Leben um den zeitlichen Bezug herstellen zu können. Schule, Hochzeit, Kinder, Umzug und so etwas. Bisher gab es keinen einzigen Beleg dafür das zu sowjetischen Zeiten mit Ausnahme von Kampfhubschraubern Flugbetrieb auf dem Feldflugplatz durchgeführt wurde. Zeitzeugenaussagen ohne Datum, was soll ich denn davon halten?
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Panzermann » Samstag 18. Februar 2017, 10:01

Eine kleine Berichtigung zur Stationierung von sowjetischen Boden-Boden-Raketen auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf.
Ich habe nie behauptet, daß es keine Boden-Boden-Raketen auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf gab.

Natürlich war auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf eine mit taktischen Boden-Boden-Raketen ausgerüstete Raketenabteilung stationiert. Sie war der 39. GMSD unterstellt. Diese Raketenabteilung trug die Bezeichnung 329. selbst. Raketenabteilung (329 ордн, в/ч пп 22409). Sie befand sich nach bisherigen Erkenntnissen schon seit 1962 auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf und verblieb dort bis zur Formierung der 449. RBr im Jahre 1986 , danach wurde sie nach Rudisleben verlegt und der dort stationierten 449. RBr unterstellt. Sowohl im Truppenlager Ohrdruf als auch in Rudisleben sind auf Luftbildern die entsprechenden Hallen für RTB zu erkennen. Die 329. selbst. RA wurde ab Anfang der 1980er-Jahre mit dem Taktischen Raketenkomplex 9K79 "Totschka" (SS-21 "SCARAB") ausgerüstet. Diese Raketen hatte eine Reichweite von 15 - 70 km.

Mittelstreckenraketensysteme vom Typ 15P645 "Pionier" (RSD-10) (SS-20, "SABER") waren zu keinem Zeitpunkt weder in Thüringen noch auf dem Territorium der ehemaligen DDR stationiert. Operativ-taktische Raketenkomplexe erhöhter Reichweite 9K76 "Temp-S" (SS-12 "SCALEBOARD") befanden sich ebenfalls zu keinem Zeitpunkt auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf.

Es ist nicht auszuschließen, daß sich mit operativ-taktischen Raketenkomplexen ausgerüstete Raketenbrigaden
zeitweise zu Übungszwecken auf dem Tr.Üb.Pl. befunden haben. Solche OTRK könnten gewesen sein:

- der OTRK 9K72 "Elbrus" (SS-1c, "SCUD B") mit der Rakete 8K14 und der Startrampe 9P117M (Basis: MAZ 543) und
- der OTRK 9K714 "Oka" (SS-23, "SPIDER") mit der Rakete 9M714 und der Startrampe 9P71 (Basis: BAZ 6944)

Die o. g. Informationen sind durch Zeitzeugen (Ehemalige Angehörige der Sowjetarmee und der NVA) gesichert.

Den mir bekannten Angehörigen des Stabes der 39. GMSD ist nicht bekannt, daß auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf sowjetische Kampfflugzeuge (Jagdflugzeuge, Jagdbomflugzeuge usw.) stationiert waren.

Gruß

Panzermann
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Chlotar » Samstag 18. Februar 2017, 10:51

@ Panzermann
Danke, für die nochmalige Klarstellung!
Nebenbei bemerkt ist mir eine lebende Person bekannt, die Mitte der 80ziger im östlichen Randbereich des Platzes ein solches, vermutlich OTRK 9K72 "Elbrus", Waffensystem auf einer Marschpause gesehen hat. Die Besatzung hatte sich vollständig im Gras zur Ruhe gelegt. Die persönliche Bewaffnung lag, in der gelegentlich bei CA üblichen unkonventionellen Art und Weise, zur freien Verfügung neben den schlafenden Genossen (und ist dort auch liegengeblieben ;-)).

@Wiesel
Bleib bitte locker und gehe nicht unbedingt davon aus, dass diejenigen die hier unter ihrem Nick "Jonastal-Anfänger" stehen haben auch in jeglicher Form "Anfänger" sind!

Ich hänge Dir einmal 3 Fotos an.
Die letzten 2 werden Dir vermutlich vom Motiv bekannt vorkommen und auch die Perspektive unterscheidet sich nicht wesentlich von der von Dir seinerzeit gewählten.
Das 1. Foto ist auf dem Kienberg, oberhalb des aktuellen, großen Schlages -Sauweg- aufgenommen und zeigt vom unteren Bildrand beginnend.
- letzte Gebäude von Wölfis
- oberen Bereich des Geiersberg
- linker Rand=Klipper; rechter Rand=Obergehege, Tambuch
- rechts die Wachsenburg
Wie Du feststellen kannst ist das Flugfeld der Horst nicht zu sehen, da es im toten Winkel der Klipper und des Tambuch liegt!
Richtig ist auch, dass der westliche Bereich der Horst vom Kienberg aus sichtbar ist aber in diesem Bereich ist eben weder im WKII noch später ein Flugzeug gelandet, da dies unweigerlich und bestenfalls zu einer Bruchlandung geführt hätte.

VG
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon spurensucher » Samstag 18. Februar 2017, 15:46

Panzermann hat geschrieben:Natürlich war auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf eine mit taktischen Boden-Boden-Raketen ausgerüstete Raketenabteilung stationiert. Sie war der 39. GMSD unterstellt. Diese Raketenabteilung trug die Bezeichnung 329. selbst. Raketenabteilung (329 ордн, в/ч пп 22409). Sie befand sich nach bisherigen Erkenntnissen schon seit 1962 auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf und verblieb dort bis zur Formierung der 449. RBr im Jahre 1986 , danach wurde sie nach Rudisleben verlegt und der dort stationierten 449. RBr unterstellt. Sowohl im Truppenlager Ohrdruf als auch in Rudisleben sind auf Luftbildern die entsprechenden Hallen für RTB zu erkennen.

Ich schließe michan: Besten Dank für die Klarstellung! Diese Informationen hatte ich jetzt hier im Forum noch nicht gelesen. Alle deine betreffenden Beiträge sind ja merkwürdigerweise geschlossen. Ich weiß daher eben auch nicht ob die betreffenden Ausführung der Weisheit letzter Stand sind.
Was du da jetzt mit RTB schreibst wundert mich jetzt schon. Also du meinst doch mit RTB (für Boden-Boden-Raketen) diese Einrichtung die Träger und Gefechtsköpfe lagert oder? Also so etwas sollte es da nicht gegeben haben. Diese Garagen sind von der Anzahl in der Kaserne Ohrdruf als viel zu hoch zu bewerten. Die haben da so viele Boxen gehabt das man glatt auf die Idee käme das es da eine ganze Brigade gelegen habe. Da könnte man glatt auf die Idee kommen das zusätzlich auch noch eine Scud-Abteilung irgendeiner Brigade da lag.

@Wiesel,
um das zu verdeutlichen, nur weil du mal behauptet hast das dort "Atomraketen" stationiert waren und dir wohl niemand damals Glauben schenkte - heißt das jetzt nicht automatisch das die wiedergegebenen undatierten Zeitzeugenaussagen zum Feldflugplatz richtig sind. Das mag ja stimmen das damals auf dem TÜP "Atomraketen" stationiert waren aber du hast deswegen nicht automatisch die Wahrheit gepachtet hinsichtlich anderer Aspekte zu denen du dich äußerst.

Man könnte übrigens mal die Jahresberichte der Alliierten Militärverbindungsmission checken. Man könnte auch einen Blick auf die Absicherung des Objektes auf Kreisebene der Hauptabteilung II des MfS werfen. Darin wirst du zusätzliche Angaben zu sog. Einsichtstellen finden können. Also von wo genau man was sehen konnte. Das wurde damals gemacht im Sinne der Spionageabwehr.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Wiesel » Sonntag 19. Februar 2017, 08:20

War natürlich auch nicht untätig und hab nochmal nachgefortscht.

Also zum Zeitraum kann einer der Zeitzeugen nur grob sagen das es Anfang der 80er Jahre war. Die Aussage gelandet formuliert er so:

Die Jäger sind mit Fahrwerk runter gegangen und dann hat man nix mehr gesehen und gehört von denen. Später dann sollen sie wieder mit lauten Getose gestartet sein. Die "Landebahn" konnte nicht gesehen werden. Das einzige was dem Zeugen aufgefallen ist, war das irgendwo zwischen Musketierberg und östlicher Platzgrenze einer Art Feldscheunen gestanden haben.

Der Zeitzeuge war wie schon gesagt Schäfer und den ganzen Tag an den Flächen an der Platzgrenze unterwegs.

Und was noch gesagt wurde, das diese "Düsenjägerübung" wohl während einer großen Übung stattgefunden hat und einmalig war. Jedenfalls hat er es nur einmal erlebt. Was für mich noch interessant war, war eine weitere Aussage über eine Notlandung eines Kampfhubschraubers während einer Schießübung im Bereich Tambuch. Ob es da zu Schäden kam hat er aber auch nicht sehen können.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Panzermann » Sonntag 19. Februar 2017, 08:39

Hallo Spurensucher,

die Abkürzung "RTB" steht für "Raketentechnik und Bewaffnung". Mit Hallen für RTB sind die Hallen gemeint, die speziell für die Unterbringung der Technik der Raketenabteilungen gebaut wurden. Wie bereits geschrieben, gab es im Truppenlager Ohrdruf eine Anzahl solcher speziellen Hallen (höchstens 13 Hallentore) für die 329. selbst. RA der 39. GMSD und in Rudisleben solche speziellen Hallen für die 449. Raketenbrigade (weit über 30 Hallentore). Sowohl von den speziellen Hallen in Ohrdruf als auch in Rudisleben gibt es Luftbilder. Wenn unser Manganer wieder gesund ist, kann er diese Bilder im Forum hochladen.

Zur Lagerung der Träger und Gefechtsköpfe sein nur soviel gesagt, daß in den Objekten Ohrdruf und Rudisleben nur der jeweilige Kampfsatz an Trägern und möglicherweise von konventionellen Gefechtsköpfen gelagert wurde. Die Träger und die konventionellen Gefechtsköpfe für die 11. Raketenbrigade wurden in der 11. Beweglichen Raketentechnischen Basis in Altenhain (ca. 10 km südöstl. Von Brandis) gelagert. Für die 449. Raketenbrigade wurden die Träger und konventionellen Gefechtsköpfe in der 85. Beweglichen Raketentechnischen Basis in Halle-Heide gelagert. Die Lagerung der Kernsprengköpfe wurden nicht in diesen BRTB's gelagert. Da dieses Thema den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde, soll deshalb die Aussage dafür an dieser Stelle genügen.

Gruß

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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon spurensucher » Sonntag 19. Februar 2017, 08:54

Ich habe RTB anders verstanden. Also es gibt verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten dafür. Aber du es jetzt näher erläutert hast verstehe ich es zweifelsohne richtig.
Genau wg. dieser Luftbilder bezweifel ich das dort nur eine Abteilung mit SS-21 lag. Deratige Einheiten verfügten über 4 oder 6 Boxen.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Panzermann » Montag 20. Februar 2017, 10:32

Auf Grund eigener Informationen und folgender Quellen gehe ich davon aus, daß im Truppenlager Ohrdruf nur die selbstständige Raketenabteilung der 39. GMSD stationiert war, wobei ich mir nicht sicher bin, ob und ab wann die Anzahl der Startrampen in dieser Raketenabteilung von 4 auf 6 erhöht worden ist.

Bei der Belegung der Hallen ist zu berücksichtigen, daß in den Hallen nicht nur die Startrampen 9P129 untergebracht waren, sondern auch die Raketen-Transport-Lade-Fahrzeuge 9T218 (mit hydraulischen Kran), die Raketen-Transportfahrzeuge 9T222, das Kontroll- und Prüffahrzeug AKIW 9W819, das Führungsfahrzug R-145 BM, weitere Führungs- und Nachrichtenfahrzeuge, sowie Fahrzeuge zur rückwärtigen und technischen Sicherstellung.

Literaturhinweise:

Auf folgenden Link http://www.peterhall.de/srbm/westerngroup/wg2.html sind "Die Standorte der sowjetischen Raketentruppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR (Stand: 1989)". Diese Karte zeigt, daß die selbstständigen Raketenabteilungen der in der DDR stationierten Divisionen in Raketenbrigaden zusammengefaßt worden.

Auf der ersten und zweiten Innenseite des Buches "Raketentruppen der NVA-Landstreitkräfte - Geheimhaltungsgrad aufgehoben", Herausgeber: Roland Großer, sind folgende zwei Karten abgebildet: "Die Standorte der Raketenbrigaden der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte in DDR 1989" und "Die Standorte der Raketentruppen der NVA 1989". Der Vorteil der Karten von Großer gegenüber der Karten von Peter Hall besteht darin, daß bei Großer die Standorte mit der Anzahl der Startrampen und des Raketentyps abgebildet sind. Bei Großer steht z. B. bei Arnstadt die Information 449. RBr mit 18 Startrampen des Raketenkomplexes 9K79 TOTSCHKA und Ohrdruf ist richtigerweise überhaupt nicht erwähnt.

Auf dem folgenden Link http://military.tomsk.ru/blog/topic-191.html in russischer Sprache "9К79 Точка - SS-21 SCARAB" sind alle für diesen taktische n Raketenkomplex relevanten Informationen enthalten.

Eine weitere Informationsquelle sind auch die jährlich von Geheimdiensten erstellten Karten "Sowjetische Streitkräfte. Dislozierung in der DDR", die sich im Militärarchiv Koblenz befinden. Aus diesen Karten ist ebenfalls nicht ersichtlich, daß in Ohrdruf mehr als eine selbstständige Raketenabteilung lag.

Gruß

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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon spurensucher » Montag 20. Februar 2017, 12:21

Bei der Belegung der Hallen ist zu berücksichtigen, daß in den Hallen nicht nur die Startrampen 9P129 untergebracht waren, sondern auch die Raketen-Transport-Lade-Fahrzeuge 9T218 (mit hydraulischen Kran), die Raketen-Transportfahrzeuge 9T222, das Kontroll- und Prüffahrzeug AKIW 9W819, das Führungsfahrzug R-145 BM, weitere Führungs- und Nachrichtenfahrzeuge, sowie Fahrzeuge zur rückwärtigen und technischen Sicherstellung.

Naja, dummerweise befinden sich an den Standorten der entsprechenden Abteilungen immer diese speziellen Garagen mit 4 oder 6 Boxen. Ohrdruf fällt da völlig aus dem Rahmen. Zuviel Unterbringungsmöglichkeiten im Vergleich zu dem was alle anderen Abteilungen in der DDR zur Verfügung hatten. Irgendeinen schlüssigen Grund muss es ja dafür gegeben haben.

Auf Großer zu verweisen halte ich persönlich für in Ordnung, nicht so auf diesen Peter Hall (Pseudonym).
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon kallepirna » Montag 20. Februar 2017, 16:30

Die übrigen Garagen können ja für die dort Übenden Raketen Einheiten vorgehalten worden sein. Auch bedeutet nicht ist da eine Garage, dann steht da auch ein Auto drin, in unserer stand noch nie ein Auto solange wir sie haben. Und keiner weiß in welcher Garage was drin steht. Nur mal so ein Gedanke. Vielleicht wurde es einfach anders geplant, und später wurde die Planung verworfen. mfg.kallepirna
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon flugschule » Montag 27. Februar 2017, 06:51

Interessant wie sich das Thema entwickelt hat. Hier mal ein Link über sowjetische Raketen an einem anderen Ort in Thüringen https://www.youtube.com/watch?v=3L-bdLCDMFY. Ein weiterer Dokufilm der auch als Beweis für das hier gezeigte dient, ist:
Rodina heißt Heimat, ein Dokumentarfilm von Helga Reidemeister, Sowjetische Soldaten auf dem Rückzug aus der ehemaligen DDR in ihre Heimat - Begegnungen mit Menschen.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon flugschule » Montag 27. Februar 2017, 17:22

@Varga
Hallo, vielen Dank das du dir die Mühe gemacht hast, ein Bild genau aus diesem Bereich raus zu suchen. Das von 22.07.1945 gibt eindeutig Antwort das in den ganzen Bereich ausser dem Feldflugplatz nichts anderes vorhanden war. Somit hat sich meine Frage beantwortet.
Trotzdem werde ich bei Gelegenheit nochmal eine Runde über den Bereich drehen, um zu schauen wo die Stelle wirklich war die uns in die Irre geführt hat.
Sehr interresant ist auch dein Link zu den Feldflugplatz, habe erst auf der Vergrösserung die Flugzeuge erkannt, echt spektakulär.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Augustiner » Samstag 4. März 2017, 18:12

flugschule hat geschrieben:@Varga
.............. habe erst auf der Vergrösserung die Flugzeuge erkannt, echt spektakulär.


Eigentlich Schnee von vorgestern ! Vgl. Luftbildforum darhier.......das war allerdings schon übergestern :,(
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Mercedes-Diesel » Sonntag 5. März 2017, 20:10

flugschule hat geschrieben:Trotzdem werde ich bei Gelegenheit nochmal eine Runde über den Bereich drehen, um zu schauen wo die Stelle wirklich war die uns in die Irre geführt hat.
Sehr interresant ist auch dein Link zu den Feldflugplatz, habe erst auf der Vergrösserung die Flugzeuge erkannt, echt spektakulär.


Aber nicht wieder mit dem Flugleher verfliegen |:) und auf die Flughöhe achten...steht alles in der aktuellen ICAO. Nicht dass Du noch Ärger bekommst, dass wollen wir nicht.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Varga » Sonntag 5. März 2017, 21:26

@MD: Wenn ICAO, dann ICAO-Karte.
@flugschule: Pass auf, dass du nicht in das Sperrgebiet ED-R 95 (TÜP) hinein rasselst.

Gruss
Varga
Am Computer arbeiten ist wie Ubootfahren; öffnet man ein Fenster, gibt es Probleme.
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 6. März 2017, 10:12

Varga hat geschrieben:@MD: Wenn ICAO, dann ICAO-Karte.
@flugschule: Pass auf, dass du nicht in das Sperrgebiet ED-R 95 (TÜP) hinein rasselst.

Gruss
Varga


Na ja Werner, passionierte Flieger wissen was gemeint ist (-oo-) und mit dem Sperrgebiet...
wird er schon merken, wenn er mit allen gebührenden Ehren empfangen wird. Wenn es ganz blöde
läuft kriegt er noch während des Fluges Besuch. 0:-)
Grüße Andreas

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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon TÜP » Montag 6. März 2017, 21:02

...von einer Drohne ;-)
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Re: Flugzeugstartbahn Kieswerk Bittstädt

Beitragvon PEKE » Mittwoch 8. März 2017, 17:43

Big Drohne, BW hat neue Flieger
Gruß Peter

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