Zweiter Vortrag über Sonderbauvorhaben S III - Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich? - diesmal am 07.03.2014 in Niederzimmern

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr sprach unser Mitglied Georg Ribienski in einem Vortrag über das Sonderbauvorhaben SIII. Diesmal erfolgte die Einladung durch den Verein der Natur- und Heimatfreunde e.V. Niederzimmern. Bei ihnen ist es gute Tradition, regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen zu organisieren. Der Vortrag wurde umfassend öffentlich angekündigt. Wohl auch deshalb war im Vereinsheim wiedermal ein volles Haus zu verzeichnen. Über 70 Zuhörer wohnten dem Vortrag unseres Vereinsmitgliedes bei. Auch für Essen und Getränke war gesorgt.

Wie schon beim Vortrag in Friedrichroda ging es um die Geschichte des Sonderbauvorhabens der Nazis. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen zum Einen die Historie der Baustelle und zum Anderen die geschichtliche Einordnung. Ausgehend von der Situation in Deutschland und der besonderen Situation in den Landkreisen Arnstadt und Gotha wurde ein Abriss der damaligen Ereignisse vorgenommen. Darüber hinaus wurden auch diesmal vorhandene Widersprüche benannt und auf bis heute ungeklärte Fragen eingegangen.

Im Anschluss konnten Fragen gestellt und auch Einzelgespräche mit Georg Ribienski geführt werden. Von beidem wurde sehr intensiv Gebrauch gemacht, so dass auch diesmal von einer sehr gelungenen Veranstaltung gesprochen werden kann. Das war auch an der erneut hohen Aufmerksamkeit und dem intensiven Beifall abzulesen.

Die Zuhörer hatten auch die Möglichkeit, Vereinszeitungen und CD’s zum Thema zu erwerben. Auch hierbei wurde reichlich zugegriffen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich zu erfahren, wie viele Menschen sich für die Geschichte dieser Zeit interessieren. Zum Abschluss lud Georg Ribienski die Anwesenden ein, sich bei einem Besuch im Dokumentations-Zentrum und bei einer Führung über die ehemalige Baustelle im Jonastal selber ein anschauliches Bild zu machen und Geschichte hautnah zu erleben.


Vortrag über Sonderbauvorhaben S III - Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich?

Vortragender: Georg Ribienski

Am 17.01.2014 um 20.00 Uhr fand im „Kur und Lese Café“ Friedrichroda ein Fachvortrag zum Thema "SIII-Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich?" statt. Die Veranstaltung war völlig ausverkauft, es gab eine Warteliste, schließlich startete der Vortrag vor 43 Zuschauer. Veranstalter und Partner bei diesem Vorhaben war Carsten Göthel, der selber in historischen Dingen, insbesondere in der Geschichte Thüringens und Friedrichrodas sehr bewandert und engagiert ist. Das Kur & Lesecafe gehört seiner Frau Patricia. Vergleichbare Veranstaltungen gibt es dort schon seit sieben Jahren und Georg Ribienski stand da in der Tradition sehr interessanter und teilweise hochkarätiger Vorgänger.

Die Veranstaltung und auch der Vortrag darf als wirklich gut gelungen bezeichnet werden. Georg Ribienski hat in seinem Vortrag vor Allem Bezug genommen auf die Ereignisse direkt vor Ort. Also ausgehend von der Situation in Deutschland Ende 1944, der besonderen Situation in den Landkreisen Arnstadt und Gotha hat er einen zeitlichen, bautechnischen und die Zustände auf der Baustelle Jonastal erklärenden Einblick gewährt. Dabei hat er auf offene Fragen und Widersprüche hingewiesen. Danach wurde über die Ereignisse im Rahmen der Befreiung des Nordlagers, der angegliederten Lager und über interessante Aufzeichnungen und Aussagen der Alliierten berichtet. Auch hier hat Ribienski  auf Besonderheiten, Widersprüche und bis heute offene Fragen hingewiesen.
Die Aufmerksamkeit der Zuschauer war zu spühren, es war muchsmäuschen still. Im Anschluss beantwortete er eine Reihe Fragen und führte interessante Gespräche mit Gästen wie Herrn Knut Ortlepp, der schon als Kind in der Werkstatt seines Vaters eine der Wunderwaffen bestaunen durfte, die GO 229. Nicht nur mit ihm wird es weitere Gespräche geben.
Darüber hinaus waren die mitgebrachten DVD´s zum Thema und unsere Vereinszeitschriften der verschiedenen Jahre begehrt und wurden gerne von uns verkauft. Mehrere Personen meldeten sich für zukünftige Führungen im Dokuzentrum sowie im Tal an.
Auch der Veranstalter war scheinbar sehr positiv beeindruck, denn er schlug vor, im März oder April eine Veranstaltung Teil 2 durchzuführen.

Sperrung des Jonastals vom Ortsausgang Arnstadt bis zum Abzweig Espenfeld vom 8. April bis voraussichtlich 19. Oktober 2013

Sperrung JonastalstraßeWie das Straßenbauamt Mittelthüringen informiert, wird die Landesstraße 1046 im unteren Jonastal zwischen dem Ortsausgang Arnstadt und dem Abzweig Espenfeld ab dem 8. April 2013, 07:00 Uhr, bis voraussichtlich 19. Oktober 2013 wegen des erforderlichen Ersatzneubaus von vier Brückenbauwerken voll gesperrt. Der Verkehr wird wie folgt umgeleitet bzw. geführt: Ab L1046 Abzweig Espenfeld (aus Richtung Crawinkel) – L1046N – Espenfeld – Siegelbach – L3004 – Arnstadt – L1046 und in Gegenrichtung.

Alle betroffenen Verkehrsteilnehmer werden um Rücksichtnahme und Verständnis gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Autor: Stadtmarketing Arnstadt GmbH - im Auftrag der Stadtverwaltung Arnstadt
Datum: 26.03.2013

Ein Amerikaner im Dokumentationszentrum des Jonastalvereins


Am 13.09.2013 hatte das Dokumentationszentrum seltenen Besuch. Brian Bainbridge, ein Schriftsteller aus den USA war zu Gast. Auf den Spuren seiner Vorfahren, welche vor langer Zeit aus Deutschland kamen unternimmt er gegenwärtig eine Reise durch Europa. Er sammelt Informationen und Eindrücke für sein Buch, welches er schreiben möchte.

Er äußerte den Wunsch mehr über die Geschichte des Sonderbauvorhabens zu erfahren und die Örtlichkeiten zu besuchen. Diesen Gefallen erfüllten wir ihm gern. Bereits am Morgen besuchte er mit Genehmigung und Begleitung der Bundeswehr den Truppenübungsplatz und somit das Gelände, auf dem Sein Großvater als Mitglied der 89.Infantriedivision an der Befreiung des Konzentrationslagers Ohrdruf teilgenommen hatte. Im Anschluss kam er in unser Dokumentationszentrum. Hier informierte ihn Georg Ribienski über die Geschichte des Sonderbauvorhabens, das Schicksal der Häftlinge und über die Baustelle im Jonastal.

Im Anschluss daran fuhren beide gemeinsam ins Jonastal und besichtigten die Baustelle vor Ort. Brain Bainbridge hatte viele Fragen und war am Ende des Tages tief beeindruckt von dem was er erfahren hatte. Er verabschiedete sich dankbar und mit dem festen Willen, noch einmal wieder zu kommen.

Zeitungsartikel aus der Thüringer Allgemeinen:

Amerikanischer Sanitäter dokumentierte das Grauen im KZ

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Ute Dillard und ihr Mann, der Kriegsveteran Douglas C. Dillard, unterstützen die Arbeit des Jonastalvereins und des Dokumentationszentrums. Foto: Christoph Vogel
Arnstadt (Ilmkreis). "16 Photographs at Ohrdruf" heißt ein Dokumentarfilm von Matthew Nash, der jetzt im Dokumentationszentrum des Jonastalvereins seine Deutschlandpremiere erlebte.
Er beschreibt die Spurensuche des jungen Amerikaners, der im Nachlass seines Großvaters 16 Fotos fand, die kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers Ohrdruf entstanden. Donald Johnson, damals einer der Sanitäter, hielt das Grauen im Lager mit dem Fotoapparat fest. Gesprochen hat er darüber im Kreis der Familie kaum, auch die Bilder blieben im Verborgenen. Warum, darauf suchte 20 Jahre nach Johnsons Tod sein Enkel Matthew Nash Antworten. Er, der Fotografie und Medien am Kunstinstitut in Boston lehrt, sprach mit Historikern und mit noch lebenden Veteranen, recherchierte in Archiven. Er bricht das Schweigen seines Großvaters und entreißt die 16 grauenvollen Fotos aus dem Buchenwald-Außenlager Ohrdruf dem Vergessen. Dass der Film am Samstag nach der Ehrung für die im Jonastal ermordeten Häftlinge erstmals in Arnstadt gezeigt werden konnte, ist Ute Dillard aus Geschwenda und ihrem Mann zu verdanken. Douglas C. Dillard war selbst als 20-Jähriger bei der Befreiung Deutschlands dabei und ist Präsident eines Veteranenverbandes in den USA. Bei einem Interview mit Matthew Nash erzählte der dem Filmemacher von der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e.V., die sich der Aufarbeitung der Geschehnisse um das Sonderbauvorhaben S III verschrieben hat und das Dokumentationszentrum im Arnstädter Lokschuppen betreibt. Dort hat Ute Dillard, selbst Vereinsmitglied, ihren Mann bei einer Führung vor zwei Jahren kennen gelernt.

Filmvorführungen im Dokumentationszentrum

Sie interessiert sich seit jeher für Geschichte, ihr ist es wichtig, die Erinnerung an jene Zeit wachzuhalten. So war sie auch am Samstag mit einer kleinen Delegation des Jonastalvereins bei einer Kranzniederlegung im Bereich des ehemaligen Nordlagers auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf dabei. "Hier ist so viel passiert. Aber wer nicht genau hinschaut, sieht davon nichts mehr", sagt Ute Dillard. Der Film in englischer Sprache ist ein Geschenk von Matthew Nash an den Jonastalverein. "Das ist ein gute Sache, damit die Jugend erfährt, was hier passiert ist", betonte gestern auch Oberst a. D. Douglas C. Dillard. Das Dokumentationszentrums wird im Jahr von etwa 800 bis 1000 Menschen besucht, darunter sind allerdings nur wenige junge Leute. Für den Geschichtsunterricht der oberen Klassen könnte der Film ebenso eine gute Ergänzung sein wie für Schüler, die sich für Projektarbeiten mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und den Gräueltaten der Nationalsozialisten beschäftigen. Da es derzeit nur ein Exemplar der CD gibt, kann sie nicht ausgeliehen werden. Vorführungen sind sowohl während der Öffnungszeiten, als auch individuell nach Vereinbarung möglich, sagte Brigitte Altrock vom Doku-Zentrum. Der Film dauert 72 Minuten. Am kommenden Dienstag, dem 16. April, wird ihn Ute Dillard um 10 Uhr im Frauen- und Familienzentrum in Arnstadt am Kohlenmarkt vorstellen.
  • Jonastalverein, Arnstadt, Rehestädter Weg 4, (Lokschuppen),
  • (03628) 58 90 83
Antje Köhler / 11.04.13 / TA

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