Quelle: Arnstädter Anzeiger vom 16.02.1937 im Arnstädter Stadtarchiv

Die Erdfälle auf der Horst

Vor einiger Zeit berichteten die Zeitungen von einer ziemlich lange anhaltenden Erderschütterung im Vogtland. In diesem Gebiete sind solche des öfteren beobachtet worden.

Am 25. September 1913, morgens 9 Uhr, wurde in Mühlberg ein solcher Erdstoß bemerkt. In der Schule klapperten die Türen, im Obergeschoß schwankte der Fußboden und die Bilder an den Wänden schwangen hin und her. Nach einer kurzen Zeit wiederholte sich der Stoß noch einmal. Diese Erdbewegung wurde auch in Wandersleben von einem Erdbebenmesser verzeichnet. Die Entfernung wurde auf sechs bis acht Kilometer angegeben. Diese Erdstöße haben jedenfalls in der Horst, dem Truppenübungsplatz, stattgefunden. Erderschütterungen ereignen sich nicht selten in Kalkgebieten; Vogtland und Horst aber sind solche Gebiete. Man nennt diese Beben tektonische Beben. Sie werden hervorgerufen durch unterirdische Erdeinbrüche. In manchen dieser Fälle bricht auch die Oberfläche mit ein, wodurch dann Erdfälle entstehen. Solcher Erdfälle sind auf der Horst mindestens acht in verschiedener Größe zu beobachten.

 

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